Eine Ente sitzt im Vordergrund, dahinter unscharf weitere Enten und ein Schwan

Nordrhein-Westfalen 17 tote Enten in Troisdorf gefunden

Stand: 18.07.2026 • 14:52 Uhr

Feuerwehr und Tierrettung haben am Rotter See 17 tote Enten gefunden. Untersucht wird nun, ob sie an Botulismus - einer Vergiftung, die durch Hitze entstehen kann - gestorben sind.

Der Fund sorgte in Troisdorf für erhebliche Beunruhigung: Am Freitag sind am Rotter See 17 verendete Enten gefunden worden. Eine Ente und zwei junge Schwäne konnten noch lebend gerettet werden. Die toten Wasservögel wurden von Feuerwehr und Ordnungsamt eingesammelt.

Veterinäramt untersucht Todesursache

Das Veterinärmt des Rhein-Sieg-Kreises untersucht jetzt die Enten. Außerdem ist eine Wasserprobe aus dem Rotter See genommen worden. Es besteht der Verdacht, dass die Enten an Botulismus gestorben sind. Das ist eine bei Wasservögeln oft tödlich verlaufende Vergiftung, die zu den heißen Temperaturen der vergangenen Wochen passen würde.

Denn bei hohen Temperaturen und Sauerstoffmangel vermehren sich Keime in Kadavern oder anderem organischen Material und produzieren ein starkes Nervengift. Die Enten könnten dieses Gift bei der Nahrungssuche aufgenommen haben.

Keine anderen Fälle bekannt

Nach Recherchen des WDR sind bisher keine weiteren Fälle im Rhein-Sieg-Kreis oder auch im Raum Aachen, Köln oder Bonn bekannt. Die Untersuchung der toten Enten in Troisdorf soll in der kommenden Woche abgeschlossen werden. Erst dann wird klar sein, ob die Wasservögel wirklich an Botulismus verendet sind.

Rotter See vorsichtshalber gesperrt

Bis dahin hat die Stadt Troisdorf hat den Rotter See nach Abstimmung mit der unteren Wasserbehörde vorsorglich gesperrt. Besucher sollen nicht ins Wasser gehen und auch Hunde vom Wasser fernhalten. Sobald Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen, will die Stadt darüber informieren.

Unsere Quelle:

  • Stadt Troisdorf

Sendung: WDR.de, Kranke Wasservögel am Rotter See in Troisdorf, 18.07.2026, 14:31 Uhr

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